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Das Schälen des Korks
Die Schälung des Korks beginnt am Ende des Frühlings bis Mitte des Sommers, wenn der Baum im vollen Wachstum ist und die höchste Harzproduktion besitzt, und die neue, zarte Korkschicht des Jahres erlaubt uns somit den ganzen Kork problemlos abzuschälen.
In Tossa wird der Kork im Juni und Juli geschält. Das Schälen des Korks muss mit Vorsicht geschehen, weil man dabei die Membrane ("cambium") verletzen kann und somit Infektionen und eine minderwertige Qualität für den kommenden Kork hervorrufen kann.
Man beginnt den äusseren Teil des Stammes, den Halz ("el coll") anzuschneiden, im Anschluss daran wird ein Längsschnitt ("clenxa") mit einer Axt ("picassa") vollzogen. Die "picassa" ist eine Axt, die speziell für diese Arbeit benutzt wird. Man trennt den Kork vom Stamm mit dem Holzstück der Axt, worauf man dabei achtet ihn unbeschädigt und in einem Stück abzuschälen. Der bearbeitete Stamm hat jetzt eine lebendige gelbe Farbe. Nach einigen Tagen wird er rötlich und nach einigen Monaten endet er mit einer dunkelroten Farbe. Nach einem Jahr hat der Stamm seine erste dünne Korkschicht, die Jahr für Jahr dicker wird, bis zur nächsten Schälung.
Die Schälungen werden in Tossa alle 12-14 Jahre vorgenommen. Manchmal wird nach drei Jahren der Korkschälung der vertikale Schnitt markiert ("ratllat"), um die nächste Schälung zu erleichtern.
Das Wachstum bestimmt die Qualität, die Porosität und die Dichte des Korks. In den Zonen, in denen die Korkeiche langsam wächst, wie z.B. in Tossa, ist die Qualität sehr hochwertig. Den besten Kork erhält man von den 3-4 cm. dicken Korkwänden, die 12-14 Jahre lang wachsen.
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